Entdecken Sie Cilento

„Naturhistorische Region im Süden Kampaniens. Der Name leitet sich ab von ‚cis Alentum‘, diesseits des Flusses Alento, in Bezug auf das lombardische Fürstentum Salerno.“ – Treccani

Das Gebiet bietet endlose Möglicheiten und erstreckt sich vom
Meer aus bis in die Berge, durch Täler und Flüsse, wo man die unberührte Natur des Nationalparks Cilento und Valle di Diano bewundern kann.
Man kann auch außergewöhnlich wertvolle Kulturgüter besichtigen, wie die archäologischen Stätten von Paestum und Velia und die Certosa di San Lorenzo.
Und dies alles in der Wiege der mediterranen Diät, denn das Wohlergehen des Landes ist eng mit seiner Esskultur und seiner Lebensart verbunden.“

Pisciotta
Pisciotta
San Severino
San Severino
Die Bussento-Grotten in Morigerati
Capelli di Venere Wasserfälle in Casaletto Spartano
Certosa di San Lorenzo
Certosa di San Lorenzo
Certosa di San Lorenzo
Battistero di San Giovanni in Fonte
Battistero di San Giovanni in Fonte
Paestum
Paestum
Velia
Velia
Velia
Castellabate
Castellabate
Grotte di Pertosa e Auletta
Roscigno
Roscigno
San Giovanni a Piro
San Giovanni a Piro
Monte Gelbison
Monte Gelbison
Roccagloriosa
Roccagloriosa

Pisciotta ist eines der schönsten mittelalterlichen Dörfer des Cilento, das auf einer Anhöhe liegt und einen Ausblick auf eine faszinierende Landschaft hat. Die historische Altstadt mit seinen charakteristischen mittelalterlichen Gebäuden liegt in etwa 200 Meter Höhe und bietet einen herrlichen Ausblick auf das Meer.
Die Gassen des Dorfes sind sehr eng und werden von alten Adelspalästen, Wohnhäusern und einigen Kapellen gesäumt. Unser Tipp: Mittwochs findet der lokale Wochenmarkt statt.

Der historische Teil des Ortes, der sich auf einem Felsgrat über der Landschaft der Teufelsschlucht erhebt, ist eines der schönsten Dorfer des Cilento. Es hat mittelalterliche Ursprünge, die mit der Familie Sanseverino, den Fürsten von Salerno, verbunden sind. Heute ist das Dorf eine Geisterstadt, vor allem wegen seiner schwierigen Erreichbarkeit. Um dorthin zu gelangen, muss man eine kurvenreiche Straße bergauf steigen, aber es lohnt sich. Man kann den langobardischen Turm mit quadratischem Grundriss besichtigen, der den Zugang zur Schlucht kontrollierte, den fürstlichen Palast, der sicherlich das größte Gebäude aus dem 15. Jahrhundert ist, und man darf sich einen Besuch der beiden Kirchen nicht entgehen lassen, der kürzlich renovierten San Nicola und der Santa Maria degli Angeli, deren quadratischer Glockenturm noch fast vollständig erhalten ist.

Die Bussento-Grotten in Morigerati

Sie besuchen eine Schlucht mit üppiger Vegetation und folgen einem Pfad entlang des Baches mit Quellen, Wasserfällen und einer alten Mühle bis zur Höhle, durch die der Fluss Bussento fließt.
Das Naturgebiet kann nach vorheriger Anmeldung das ganze Jahr über besucht werden, solange die Wetterbedingungen es zulassen.

Capelli di Venere Wasserfälle in Casaletto Spartano
Etwa 13 km vom Naturgebiet entfernt kann man die Wasserfälle „Capelli di Venere“ (die Haare der Venus) bewundern. Der Ausgangspunkt ist das kleine Dorf Casaletto Spartano; die Wasserfälle befinden sich etwa zwei Autominuten vom Dorf entfernt. Natürlich geht auch dieser Ort auf eine Legende zurück… Die Göttin Venus entdeckte ihn, um sich etwas Ruhe an einem heißen Tag zu gönnen. Sie war so beeindruckt, dass sie ihn als ihr geheimes Paradies betrachtete, wo sie sich ausruhen und den Geräuschen der Natur lauschen konnte. Eines Tages kam ein junger Hirte vorbei und bemerkte ihren Gesang; als er ihre Schönheit sah, verliebte er sich sofort in sie. Von seinen Gefühlen war er so überwältigt, dass er der Göttin eine Haarlocke abschnitt. Aber dadurch wurde sie wach und der Legende nach verwandelte sich die Locke in so rauschendes Wasser, dass es den Hirten ertränkte. Die Göttin war so voller Reue, dass sie den Ort in einen wunderschönen Wasserfall verwandelte, der bis heute an die leichtsinnige Liebe eines Hirten erinnert.

Kartause von San Lorenzo

Das Kartäuserkloster in Padula ist der größte Klosterkomplex Süditaliens und wegen seiner architektonischen Pracht einer der interessantesten Europas. Mit dem Bau wurde 1306 begonnen, aber aus dieser Zeit sind nur noch wenige Elemente erhalten, wie das Haupttor und die Kreuzgewölbe der Kirche.
Der beeindruckendste Teil ist der rechteckige Außenhof, der mit einer elliptischen Treppe mit Doppelrampe abschließt, einem architektonischen Wunderwerk mit sieben riesigen Fenstern.

Baptisterium San Giovanni in Fonte
Ebenfalls in Padula kann man das frühchristliche Baptisterium von San Giovanni in Fonte besichtigen, das im 4. Jh.
erbaut wurde und eines der ältesten christlichen Baptisterien im gesamten Westen ist. Das Besondere an diesem Baptisterium ist, dass das Taufbecken nicht wie bei anderen Bauten künstlich befüllt wird, sondern auf natürliche Weise mit Wasser gespeist wird, da es an einer ganzjährigen Quelle errichtet wurde. Diese Tatsache, die ohnehin schon etwas Besonderes war, nahm einen wundersamen Aspekt an, als die Quelle jedes Jahr pünktlich zur Osterzeit anschwoll und das Becken füllte, so dass die Taufe durch Untertauchen möglich wurde. Das Wunder zog immer mehr Gläubige an und machte den Ort zu einer heiligen Stätte für Pilger.
Es besteht die Möglichkeit, das ursprüngliche Gebäude, in dem sich das Becken befindet, und die Kapelle mit dem neueren Säulengang zu besichtigen.

Paestum
Paestum ist in der ganzen Welt für seine prächtigen Tempel bekannt,
aber das antike Poseidonia war eine Stadt, die im 7. Jh. v. Chr. von griechischen Siedlern aus Sybaris gegründet wurde. 273 v. Chr. wurde sie von den Römern erobert und in Paestum umbenannt. In diesen beiden Epochen erreichte die Stadt ihre Glanzzeit. Durch das Überlaufen des Flusses Salso begann der Sumpf zu wachsen und die städtische Siedlung rund um den Ceres-Tempel immer mehr zu schrumpfen, bis das Gebiet im 9. Jh. n. Chr. vollständig aufgegeben wurde.
Entlang der Via Sacra kann man Gebäude der Gottesverehrung, öffentliche Anlagen sowie Wohnhäuser betrachten. Aus römischer Zeit sind auch das Forum und der Italische Tempel zu sehen.
Der beeindruckendste Teil ist jedoch zweifellos der heilige Bereich mit den dorischen Tempeln. Der größte und majestätischste ist der Neptuntempel aus der Mitte des 5. Jh. v. Chr.
Neben dem archäologischen Bereich empfiehlt sich auch ein Besuch des Museums mit seinen Exponaten, insbesondere den schönen bemalten Gräbern aus der Nekropole.

Velia
Im archäologischen Gebiet von Velia liegt die antike Stadt Elea, die um 540 v. Chr. von Vertriebenen aus der griechischen Stadt Focea in der heutigen Türkei gegründet wurde. Die Stadt entwickelte sich während des hellenistischen und eines Großteils des römischen Zeitalters. Im Mittelalter zog sich die Siedlung auf die Akropolis zurück, wo eine Burg errichtet wurde.
Aus der hellenistischen Zeit ist der Besuch des Thermalkomplexes interessant, in dem Dampfleitungssysteme und ein großes rechteckiges Becken für heiße Bäder zu sehen sind. Auf der Akropolis hingegen sind ein Theater aus römischer Zeit, das auf den Überresten eines älteren Theaters errichtet wurde, und ein Tempel teilweise erhalten.
Aus dem Mittelalter sind der Anjou-Turm, die Überreste der Stadtmauer und zwei Kirchen erhalten.

Ein historisches Dorf mittelalterlichen Ursprungs, das etwa 300 Meter über dem Meeresspiegel liegt und durch enge, gepflasterte Gassen, alte Gebäude mit eleganten Innenhöfen und Terrassen mit Blick auf die atemberaubende Landschaft gekennzeichnet ist. Das Hauptmerkmal dieses Dorfes ist die „Langsamkeit“, die der Ort im Laufe der Jahre bewahrt hat und die seinen Charme ausmacht. Unübersehbar ist die Abteiburg, die 1123 zur Verteidigung der Stadt gegen Sarazenenangriffe errichtet wurde. Ein weiterer historischer Bau ist die päpstliche Basilika Santa Maria de Gulia, eine romanische Kirche aus dem 12. Jh. mit einer Fassade aus dem 16. Jh.

Die Grotten befinden sich im Gebirgsmassiv der Monti Alburni und sind die einzigen Höhlen Italiens, in denen ein unterirdischer Fluss, der Nigro, befahren werden kann. Sie zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie ein unterirdisches Pfahlbaudorf aus dem 2. Jh. v. Chr. bewahren.
Die Höhlen sind so umfangreich, dass eine vollständige Kartierung schwierig ist. Die Besichtigung der Höhlen erfolgt im Rahmen einer faszinierenden Bootsfahrt bei einer konstanten Temperatur von 15°C in einer Stille, die nur durch das Rauschen des unterirdischen Wasserfalls unterbrochen wird.

Roscigno ist eine Gemeinde mit etwa 700 Einwohnern in der Provinz Salerno, aber das eigentliche Dorf, das man besuchen sollte, ist die historische Ortschaft Roscigno Vecchia,
etwa 2 km von der heutigen Gemeinde entfernt. Ständige Erdrutsche, die im 16. Jh. begannen, zwangen die Bewohner den Standort des Dorfes mehrmals zu verlagern. Heute ist Roscigno Vecchia eine echte Museumsstadt. Unbeeinflusst von der Modernität bewahrt das Dorf die urbanen Merkmale eines bäuerlichen Zentrums, das zwischen dem 18. und 19. Jh. errichtet wurde.
Ein Besuch der Piazza Giovanni Nicotera, mit ihren Kopfsteinpflastern und jahrhundertealten Bäumen darf auf keinen Fall fehlen. Auf dem Platz befinden sich ein schöner runder Steinbrunnen, eine Tränke und die Kirche des Heiligen Nikolaus von Bari aus dem 18. Jh.. Das Dorf ist in mehrere Häusergruppen unterteilt, die sich nach den Berufen der Besitzer richten. An den Steinportalen können Sie die Unterschiede erkennen.

San Giovanni a Piro ist die erste Gemeinde am Golf von Policastro und bietet dank ihrer Lage ein unvergleichliches Panorama auf die Bucht
und hier befinden sich die Überreste des byzantinischen Komplexes von San Giovanni Battista.. Das Cenobio di San Giovanni Battista geht auf das Jahr 990 zurück und wurde von byzantinischen Mönchen aus dem Gebiet des heutigen Albaniens erbaut. Die gleichen byzantinischen Mönche errichteten um 1200 auch die Wallfahrtskirche Maria Santissima di Pietrasanta, die heute ein eindrucksvoller religiöser Komplex auf einem Felsgrat ist.
Wer San Giovanni a Piro besucht, sollte unbedingt einen Abstecher zum Aussichtspunkt Pianoro di Ciolandrea machen, eine Terrasse über dem Meer der Masseta mit einem spektakulären Blick bis zum Horizont, die ein außergewöhnliches Gefühl der Unendlichkeit vermittelt.

Einer der faszinierendsten und mystischsten Orte im Cilento, auch bekannt als Monte Sacro. Auf dem Gipfel des Berges steht das Heiligtum der Madonna di Novi Velia. Das Heiligtum ist mit dem Auto bis nach Croce di Rofrano zu erreichen, von dort aus muss man die Stufen zum Gipfel hinaufsteigen. Von der Bergkuppe aus hat man einen weiten Blick auf die umliegenden Täler und Berge. Der Berg verfügt über eine große ökologische Vielfalt. Seine Hänge sind reich an Bächen und Wasserfällen, und man kann alte Mühlen und Olivenpressen besichtigen. Wer gerne wandert, kann vom Montano Antilia aus über einen etwa 14 km langen Weg das Heiligtum erreichen.

Ein kleines Cilento-Dorf, das sich als Wasserscheide zwischen den Flüssen Mingardo und Bussento erhebt. Im höchsten Teil des Dorfes sind noch die Überreste der alten Burg zu sehen. In der Nähe des Schlosses befindet sich auch eine kleine Kapelle, die der glorreichen Jungfrau gewidmet ist.
In Rocca befindet sich eine der wichtigsten archäologischen Ausgrabungsstätten Kampaniens, die auf das 4. bis 3. Jh. v. Chr. zurückgeht. Besonders erwähnenswert sind die Grabstätten mit freigelegten Gräbern. Zahlreiche Funde werden in den beiden Museen aufbewahrt – dem Antiquarium auf der Piazza del Popolo mit den großen bemalten Vasen aus der Nekropole und dem Museum „Antonella Fiammenghi“, in dem Gold und wertvolle Artefakte sowie Waffen und Bronzevasen ausgestellt sind.

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